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Achim Kluck

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Uschis Angelberichte und mehr...

Im Frühling erneut  auf die Vulkaninsel Lanzarote 15.03. bis 05.04.2009

Teil 3

12. Tag (Donnerstag, 26. März)
Mein erster Gedanke an diesem Morgen galt meiner Tochter Heike. Sie wurde heute 33 Jahre alt. Als ich ihr um 8.30 Uhr zum Geburtstag gratulierte sagte sie: „Mutti, schick doch bitte ein bisschen Sonne zu uns. Hier hat es gestern wieder geschneit. Ich bin dieses Sch…wetter soooo leid!“
Ich versprach mein Bestes zu tun.
Für den Tag wurden einige Wolken und auch Regenschauer vorausgesagt. Wir überlegten, was wir unternehmen sollten. Zum Sonnen war es mir nicht warm genug, obwohl die Sonne schien. Ich schlug vor, dass wir wieder einmal angeln sollten. Achim ging zur Uferpromenade um die Windrichtung festzustellen. Der Wind kam aus nördlicher Richtung.
„Wir könnten ja mal in der Nähe des Leuchtturms angeln. Dazu müssten wir aber mit dem Auto hinfahren, zum Laufen ist es mir einfach zu weit.“
„Können wir“, meinte Achim.
Wir fuhren zuerst zum Leuchtturm und schauten dort, wie die Windverhältnisse waren. Die Bedingungen waren nicht so gut, deshalb stiegen wir in den Wagen und fuhren ein Stückchen weiter nördlich des Leuchtturms. Auf einem Parkplatz stellten wir den Wagen ab und gingen zur Steilküste. An einer besonders günstigen Stelle stand schon ein anderer Angler. Achim ging ein Stück weiter und kletterte die Steine hinunter. Nach einer Weile hatte er einen Platz gefunden, wo wir beide angeln konnten.
Auch waren wir dort vor dem noch steigenden Wasser geschützt. Wir holten unsere Angelsachen aus dem Auto und kletterten die dicken Steine hinunter bis zum Wasser.
Während Achim seine Posenmontage Richtung Horizont warf wählte ich die Bucht neben mir aus. Kaum tauchte mein Köder, ein Tintenfischfetzen von der Größe eines Fingernagels, im Wasser unter schnappte auch schon der erste Fisch danach. Als ich die Montage einholte hing ein Meerpfau am Haken. Zur gleichen Zeit hatte auch Achim einen gefangen.
Bei meinen nächsten Würfen spürte ich zwar immer wieder durch das Rucken in der Rute das ein Fisch sich für den Köder interessierte, aber ich bekam ihn nicht gehakt. Achim hatte inzwischen den dritten Meerpfau am Haken. Wir setzten unsere gefangenen Fische einstweilen in eine Pfütze in den Steinen. Später ließen wir sie wieder ins Meer.
Nach einer guten Stunde wechselte ich den 14er Haken gegen einen 6er Zanderhaken, auf den ich einen kleinen Fisch steckte. Ich warf den Köder aus und spürte auch kurz darauf einen Biss. Als ich die Montage reinholte sah ich, dass der Fisch bis auf den Kopf  und die Mittelgräte abgefressen war.
Ich vermutete, dass es die gleichen kleinen Räuber waren wie beim Angeln in Mala. Ich steckte einen neuen Fisch auf den Haken, doch auch dieser war nach kurzer Zeit abgefressen, ohne dass der Räuber gehakt hatte. Nachdem ich von einen hohen Welle völlig durchnässt war hatte ich erst einmal die Nase voll. Ich setzte mich in sicherer Entfernung auf einen Stein um wieder trocken zu werden.
Achim und ich probierten es immer wieder mit den verschiedensten Hakengrößen und Ködern, aber es gelang uns nicht andere Fische zu fangen. Als Achim eine rote Boje fand, an denen sich Muscheln festgemacht hatten, pulte er eine ab und nahm das Muschelfleisch als Köder. Doch auch das brachte ihm keinen Fang ein.
Resigniert sagte er: „Beim nächsten Mal besorgen wir uns frische Krabben aus dem Supermarkt. Vielleicht ist diese Stelle auch schon überfischt. Hier angeln schließlich viele Einheimische.“
„Das glaube ich nicht. So viele Fische können die hier doch mit der Angelrute auch nicht fangen. Aber mit Krabbenfleisch würde ich es auch gerne einmal probieren.“
Gegen 16 Uhr packten wir unsere Angelsachen zusammen.
“Ich möchte heute Abend gerne einmal Fisch essen. Da wir ja keinen gefangen haben müssen wir wohl in ein Restaurant gehen“, meinte ich, als wir wieder zurück in unserem Bungalow waren.
„An welches Restaurant hast du denn gedacht?“ fragte Achim.
„An das beim Hafen. Da wollten wir doch immer schon mal hin.“
Gegen 18 Uhr gingen wir die Uferpromenade entlang zum Hafen. Wir schauten uns gerade die Speisekarte auf der Rückseite des Restaurants an, als uns jemand in Deutsch ansprach: „Möchten Sie Fisch essen?“
Wir antworteten mit Ja.
„Dann kommen Sie hier rein. Hier gibt es leckeren und günstigen Fisch.“
In der Gaststätte (Restaurant würde ich es nicht nennen) standen mehrere Spanier an der Theke und tranken ein Bier. Dabei unterhielten sie sich laut.
Wir ließen uns die Karte geben und wählten beide „Seezungenfilet in Soße“. Dazu aßen wir einen gemischten Salat und ein Knoblauchbrot. Gegen 20.30 Uhr verließen wir die Gaststätte.
Den restlichen Abend verbrachten wir vor dem Fernseher.

13. Tag (Freitag, 27. März)
Der Wetterbericht meldete Sonnenschein mit einigen Regenschauern. Für die anderen kanarischen Inseln, besonders für Teneriffa, sah es nicht so gut aus. Dort  gab es sogar eine Unwetterwarnung.
Nach dem Frühstück fuhren wir zu den Papagayo-Stränden. Zuerst sah der Himmel nicht besonders gut aus, doch nach einer Weile schien die Sonne und der Sand wurde wieder so heiß, dass man kaum darauf laufen konnte.
Achim stürzte sich sogleich ins Wasser. Ich blieb erst einmal auf meiner Matte liegen. Doch nach einiger Zeit fing ich dermaßen zu schwitzen an, dass ich mich abkühlen musste.
Gegen 14 Uhr zogen erneut Wolken auf. Fuerteventura war kaum noch zu erkennen, so viele Wolken zogen über die Nachbarinsel. Während Achim erneut zum Schnorcheln im Wasser war beobachtete ich etwas besorgt die dicke dunkle Wolkenwand, die auf uns zukam.
Nach einer Weile hellte der Himmel jedoch wieder auf. Ich war auf meiner Matte etwas eingeschlafen, als ich die ersten Regentropfen auf meiner Haut bemerkte.
„Achim, es regnet. Lass uns einpacken und nach Hause fahren.“
„Ach, das hört gleich wieder auf.“
Und tatsächlich. Wenige Minuten später war der Spuk vorbei. Doch der Himmel blieb voller Wolken.
Gegen 15 Uhr verließen wir den Strand.
Auf der Fahrt zum Bungalow beobachtete ich die schwarzen Wolken, die hinter dem Vulkan Los Ajaches hingen. Wenig später gingen auch ein paar Regentropfen nieder. Aber es war nur „ein Tropfen auf dem heißen Stein“, wie man so schön sagt.
Gegen Abend wurde der Regen stärker und wir hörten sogar Donnergrollen.

14. Tag (Samstag, 28. März)
In der Nacht hatte es weiter geregnet. Bis zum Mittag verzogen sich die Wolken und die Sonne kam wieder durch. Wir stiegen ins Auto und fuhren auf der „alten“ Straße Richtung El Golfo. An den Salinen hielten wir an, gingen ins Restaurant und kauften 1 kg Meersalz, wofür wir 1,50 € zahlten.
In der Gegend von Los Hevideros hielten wir erneut an und gingen zum schwarzen Strand. Links davon sahen wir einen Angler.
Wieder bedauerte ich, keine Angelsachen dabei zu haben. „Schau mal, Achim. Da links auf den Felsen steht ein Angler. Hier würde ich auch gerne einmal angeln.“
Unser nächster Halt war in El Golfo. Gleich auf dem ersten Schotterplatz stellten wir das Auto ab. Direkt vor unserer Nase spazierte ein junger Fischreiher herum. Bevor wir ausstiegen fotografierte Achim ihn aus dem Auto heraus.
Wir gingen bis zum Ende des Ortes. Auch dort sah ich Angler. Eine Frau stippte mit einer langen Rute nach kleinen Fischen. Wir kletterte ich über die Lavasteine bis ich in eine Bucht schauen konnte. „Hier könnte man ebenfalls angeln. Es ist zwar ein Stück zu fahren bis wir hier sind, aber die Bedingungen sind hier gut“, meinte ich  zu Achim. Etwas links von mir stand ein weiterer Angler.
Wir schauten ihm eine Weile zu. Als die ersten Tropfen vom Himmel fielen gingen wir in den Ort zurück. Im Restaurant „El Golfo“ setzten wir uns auf die obere Terrasse. Achim wollte sich gerne an den von der Sonne beschienen Platz setzen, doch ich wählte einen unter der Markise. Wie sich etwas später herausstellte, war es dort sehr windig und kühl. Als wir den Tisch wechseln wollten saßen schon zwei Spanierinnen an dem sonnigen Tisch. Pech für uns.
Als Vorspeise bestellte sich Achim eine kanarische Käseplatte, ich entschied mich für einen kleinen gemischten Salat. Dann kam das Hauptgericht. Auf meiner fritierten Fischplatte lagen drei verschiedene Fische. Einen davon konnte ich als Barsch ausmachen, die anderen kannte ich nicht. Sie schmeckten alle gut, aber die vielen Gräten gefielen mir nicht so besonders. Achim grinste mich an: „Hättest du dir auch „Atlantischen Kabeljau mit karamellisierten Zwiebeln“ bestellt, hättest du keine Gräten.“
Wir waren schon ein ganzes Stück gefahren, als ich vorschlug einen Kamelritt zu den Feuerbergen zu unternehmen. „Wir sind jetzt in die andere Richtung gefahren. Außerdem ist mir nicht danach. Das können wir ja morgen machen.“
Wieder in unserem Bungalow angekommen las ich zuerst ein wenig meinen Thriller weiter, dann fielen mir die Augen zu. Ich schlief fast 2 Stunden auf dem Sofa.
Bevor das Länderspiel Deutschland : Lichtenstein angepfiffen wurde ging Achim zur Telefonzelle und rief bei Birgit an. Er fragte, wie es  mit der Bootstour aussähe. Birgit antwortete, dass daraus doch nichts werden würde. Rudi hätte es nicht geschafft das Boot zu beschriften . Er selber wäre für Dienstag zu einer Hochseetour eingeladen. Und die anderen Tage hätten sie beide keine Zeit.
Über diese Antwort waren wir beide etwas enttäuscht. Im Stillen hatte ich gehofft, dass Rudi wieder auf den Geschmack gekommen wäre und mit uns zum Fischen rausfahren würde.
Das Länderspiel endete 4:0 für Deutschland.

15. Tag (Sonntag 29. März)
Auch an diesem Morgen wurde ich durch den „Gesang“ des Vogels aufgeweckt, der im Atrium hinter dem Schlafzimmer auf einer Palme saß und wie schon tags zuvor lautstark seine Melodie trällerte. Die Sonne war zwar schon aufgegangen, aber nicht zu sehen. Am Himmel waren viele Wolken. Für den Tag wurden etwas kühlere Temperaturen vorhergesagt. Es sollten maximal 20° C werden. In Deutschland erwartete man ab Dienstag frühlingshafte Temperaturen um die 15° C mit viel Sonnenschein. Vielleicht, so hofften wir, würde das Wetter endlich angenehmer sein, wenn wir wieder in Deutschland sind.
Aber noch lagen eine paar Tage auf Lanzarote vor uns.
Wir spazierten nach dem späten Frühstück die Uferpromenade entlang. Im Rucksack hatten wir unser Notebook mit.
Der Wind kam auch heute zum Angeln günstig, d.h. wir hatten ablandigen Wind. Auf der Mole beim Playa Flamingo stand ein Angler. Wir schauten ihm eine zeitlang zu.
Während er mit Brotstückchen versuchte einen Fisch an den Haken zu bekommen, stürzte sich ein ganzer Schwarm auf die Bröckchen, die ich ins Wasser schmiss. Anfangs schnappten nur kleinere Fische danach, doch dann kamen auch größere,  wie wir beobachten konnten.
In der Irish Anvil Bar angekommen setzten wir uns auf die Terrasse und bestellten uns erst einmal ein Bier. Die Sonne schien vom nunmehr strahlend blauen Himmel. In meiner langen Hose war es mir fast schon zu warm, aber ich hatte nicht damit gerechnet, dass es so heiß werden würde.
Achim holte das Notebook aus dem Rucksack und versuchte eine Verbindung zum Internet zu bekommen. Das Passwort hatte uns die nette Bedienung gesagt. Es klappte auch sogleich. Ich schrieb ein paar Zeilen über unser Angeln mit Birgit und Rudi ins Lanzarote-Forum. Achim fügte dann die 14 Fotos bei, die wir an dem Tag gemacht hatten.
Bevor wir wieder gingen fragte ich die Bedienung, ob wir am Mittwochabend bei ihnen das Fußball-Länderspiel Wales : Deutschland sehen könnten. Sie musste erst nachfragen, kam dann jedoch mit einer positiven Antwort zurück. Eine Tischreservierung war nicht möglich. Wir müssten also früh genug da sein um einen guten Platz zu bekommen.
Als wir zurück gingen beschlossen wir am späten Nachmittag ebenfalls zu angeln. Der höchste Wasserstand war für 15.47 Uhr (Sommerzeit) vorher gesagt worden. Achim ging erst einmal in der Nähe unseres Bungalows zum Schnorcheln. Er wollte nachschauen, welche Fische sich dort aufhielten.
Ich saß derweilen auf einem Stein und schaute mir die Gegend an. Als Achim wieder aus dem Wasser kam fragte ich ihn. „Na; was für Fische hast du gesehen?“
Er antwortete: „Hier sind kaum welche. Nur einige kleine Lippfische. Wir sollten nachher lieber auf die Mole zum Angeln gehen. Dort haben wir bestimmt mehr Erfolg.“
„Okay. Können wir machen. Nur nicht so spät.“
Kurz nach 16.30 Uhr machten wir uns auf den Weg. Im Rucksack hatte ich eine zweite etwas dickere Hose und einen Pulli eingepackt. Auf der Mole wehte der Wind ganz schön kräftig, so dass ich alsbald meinen Pullover überzog.
Als Erstes warf ich meine Segelpose mit einem Stückchen Tintenfischfetzen am Haken aus. Sie trieb auch sehr schön ab. Ich beobachtete, wie sie immer wieder einmal abtauchte. Doch ich konnte keinen Anschlag setzen. Ständig war der Fetzen angeknabbert, aber es hakte kein Fisch. Anfangs probierte auch Achim es mit Tintenfisch, dann steckte er ein Stückchen von den gekauften Langusten auf den Haken. Kaum landete seine Pose im Wasser biss auch schon ein Fisch. Er drillte ihn bis zum Ufer, doch als er ihn aus dem Wasser heben wollte ging er ab. Als der nächste Fisch am Haken hing kescherte er ihn vorsichtshalber. Insgesamt fing Achim 8 dieser Fische. Mir selber gelang es nur einen von ihnen an den Haken zu bekommen und zwar ebenfalls mit einem Stückchen Languste.
Achim holte wieder einmal seine Rute rein um den Haken neu zu bestücken, als die Pose plötzlich auseinander brach. Gott sei Dank passierte es zu seinen Füßen und nicht im Wasser. Sie lässt sich bestimmt wieder kleben. Aber von da an musste er mit seiner Segelpose weiterangeln. Kurz bevor die Sonne ganz unterging bissen die Fische nicht mehr. Weiter draußen konnten wir Fische beobachten, die aus dem Wasser sprangen. Wir vermuteten, dass es Makrelen waren. Sie glänzten silbern und hatten eine beachtliche Größe.
Zweimal hatte ich ein Stück Fischfetzen am Haken, das jedes Mal total abgefressen war ohne dass ein Fisch hakte. Ich verwendete verschiedene Haken: einen 10er, einen 6er, einen 4er. Trotzdem konnte ich keinen weiteren fangen. Wenn ich den Köder kontrollierte, sah ich, dass der Calamarisfetzen wieder einmal die Spitze des Hakens verdeckt hatte. Das „Zeug“ ist auch sehr glitschig und rutscht auf dem Haken, wenn die Fische daran ziehen, immer wieder runter.
Wir hatten zwar Schwimmbrot mitgenommen um damit vielleicht eine Meeräsche zu fangen, aber ich habe damit nicht geangelt. Warum ich es nicht probiert habe weiß ich nicht zu sagen. Nach etwa einer Stunde fing ich dermaßen zu zittern an, dass ich mich ärgerte, nicht auch noch meine Weste mitgenommen zu haben. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass der Wind, sobald die Sonne hinter den Wolken verschwand, so kalt sein würde.
Noch bevor es dunkel wurde nahm Achim die gefangenen Fische aus.
Dann packten wir unsere Sachen zusammen und gingen zurück zum Bungalow.
Das Angeln an der Mole hat mir großen Spaß gemacht, auch wenn ich nur einen Fisch gefangen habe. Sollten die Windverhältnisse weiterhin so günstig sein, werden wir sicher die nächsten Tage noch einmal dort Angeln.

16. Tag (Montag, 30. März)
Die Höchsttemperatur für den Tag lag bei 22° C. In der Sonne war es natürlich viel wärmer. Aber es waren immer wieder Wolken, auch dunkle, am Himmel.
Für 10.18 Uhr war Ebbe angesagt. Der höchste Wasserstand war um 16.27 Uhr.
Wir  fuhren zuerst ins Industriegebiet von Playa Blanca, wo wir in den Baumarkt gingen. Dort gab es eine Abteilung mit Angelsachen. Achim kaufte sich eine neue Pose und 3 Päckchen Haken. Ich musste unbedingt eines der Gläser mit den eingelegten Scampis mitnehmen. Danach fuhren wir in den HiperDino Markt und kauften ein paar neue Langusten und einen kleinen Calamaris. Dann wollten wir im M y M etwas essen, aber das Restaurant hatte Ruhetag. Wir drehten ein paar Runden im Hafen Rubicon, weil alle Straßen irgendwo im Nichts endeten. Nach einer Weile waren wir wieder auf der Straße zum Hafen in Playa Blanca. Wir parkten unseren Wagen in einer Nebenstraße und gingen in die Irish Anvil Bar, wo wir uns etwas zu Essen bestellten. Als wir wieder in unserem Bungalow waren, war es schon kurz vor 15 Uhr. Wir packten uns unsere Angelsachen und zogen uns um.
Eine halbe Stunde später gingen wir zum Playa Flamingo. Ein Stück von der Küste entfernt lag ein Fischerboot und holte entweder die Netze gerade rein oder brachte sie aus. So genau konnten wir es aus der Ferne nicht erkennen. Normalerweise ist das Fischen in der Nähe von Küsten untersagt, aber viele halten sich nicht daran.
An der Mole angekommen suchten wir uns einen Platz  zum Angeln. Die Stelle, an der wir tags zuvor standen war leider schon von anderen Anglern besetzt. Wir suchten uns eine Stelle in der Mitte der Mole. Vor uns lagen mehrere dicke Steine, so dass das Landen der Fische nicht immer einfach war.
Ich steckte zuerst einen von den eingelegten Scampis  auf den Haken. Doch kaum landete er im Wasser wurde er auch schon vom Haken gezogen. Also nahm ich wieder die gut bewährten Calamarisstückchen als Köder. Ich bekam auch sofort einen Biss und landete gleich darauf einen dieser silbernen Fische (Gelbstriemen?). Achim angelte zuerst mit Langustenstücken und fing ebenfalls mehrere dieser Fische.
Meine Segelpose wurde von dem Wind weit hinaus getrieben und deshalb war es oft schwierig einen Anschlag zu setzen, wenn die Pose unterging. Als ich endlich wieder einen Fisch am Haken hatte drillte ich ihn vorsichtig zum Ufer. Ich hatte ihn auch schon in der Hand, als er sich daraus befreite. Der Fisch war mit einer Länge von ca. 15 cm ausgewachsen.
Der nächste Fisch den ich fing und auch landen konnte war eine Zweistreifenbrasse.
Sie werden bis zu 30 cm groß. Da er nicht das erforderliche Mindestmaß von 22 cm hatte setzte ich ihn wieder zurück.
Eine Stunde später fing ich einen Atlantischen Mönchsfisch. Sie erreichen eine Größe von 10 cm. Ich löste ihn vom Haken und nachdem Achim ein Foto gemacht hatte warf ich ihn wieder ins Wasser.
Es dauerte nur wenige Sekunden und eine Möwe tauchte ins Wasser und holte sich den Fisch!
Gegen 19 Uhr beobachteten wir weiter draußen wieder größere Fische die aus dem Wasser sprangen. Von da an bekamen wir keine Bisse mehr. Um 19.30 Uhr packten wir zusammen und gingen zum Bungalow zurück.
Achim bereitete die Fische vom Vortrag zu, d.h. er briet sie in Butter in der Pfanne.
Sie schmeckten trotz ihrer vielen Gräten sehr gut.

Oerlinghausen, den 08.05.2009

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