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Achim Kluck

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Uschis Fahrradtouren 2011 Seite 2

Mit dem Rad zum Steinhorster Becken

Uschi mit dem Rad am Steinhorster Becken
Donnerstag vor einer Woche hatte ich meinen neuen Sattel bekommen. Er sah wirklich sehr schick aus. Am nächsten Tag montierte Achim ihn mir auf mein Fahrrad.
Einen Tag später bekam ich eine Fahrradhalterung für mein I-Phone. Ich war anfangs ein wenig spektisch, ob mein I-Phone in der Halterung wirklich schlag- und stoßfest saß.
TERRY Damen Expresso Gel Touring Sattel
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Uschis Cockpit, jetzt mit I-Phone Halterung

Als wir am Sonntag (8. Mai) um 11 Uhr von Oerlinghausen aus zu einer gemeinsamen Fahrradfahrt mit Dieter und Gudrun starteten probierte ich den Sattel das erste Mal aus. Er war wirklich viel weicher und angenehmer als der vorherige.
Die Handyhalterung am Rad gefiel mir ebenfalls sehr gut. Nun konnte ich während der Fahrt auf mein Handy schauen und verfolgen, ob das Programm (ich benutze einen App von Komoot) wirklich die Strecke aufzeichnete.

Mit Dieter und Gudrun fuhren wir am Sonntag die gleiche Strecke wie Samstag vor einer Woche. Lediglich den Reitweg durch den Wald nahmen wir dieses Mal nicht sondern umfuhren ihn.
Wieder fuhren wir durch das Naturschutzgebiet Furlbachtal, wo wir  eine kurze Pause an den Bentteichen machten. Da wir noch eine lange Strecke vor uns hatten beschlossen wir erst einmal zu Mittag zu essen.
Dieses Mal machten wir den ersten Stopp im Gasthaus „Zum Mühlengrund“, der auch unter dem Namen „Alte Fockelmühle“ bekannt ist.
1. Seite der Speisekarte in der Alten Fockelmühle  - Mühlengrund
Achim und Dieter bestellten sich „marinierte Forelle“ zum Essen, Gudrun entschied sich für „Forelle Müllerin“ und ich aß ein kaltes „Forellen-Doppelfilet“. Es schmeckte uns allen sehr gut. Trotz der vielen Gäste – es war nicht nur Sonntag sondern auch noch Muttertag – war die Bedienung freundlich und flott. Von unseren früheren Radtouren kannten wir es auch anders. Einmal sind wir sogar wieder gegangen, als wir nach ca. 20 Minuten Warten nicht bedient wurden. Doch dieses Mal war alles bestens.

Dieter und Achim beim Studieren der Speisekarte im Mühlengrund

Auf den Besuch der Emsquellen verzichteten wir dieses Mal, aber wir hielten an dem Informationsgebäude der Emsquellen an.  Dieter und Gudrun gingen hinein um sich die interessanten Informationen, die es dort gibt, anzuschauen.
Danach radelten wir auf der „alten“ Strecke weiter. Ein paar Kilometer vor Schloß Holte tauschten Gudrun und ich unsere Räder. Es gab keinen großen Unterschied, jedenfalls fiel mir nichts Besonderes auf. Und doch fand ich, dass sich mein neues Rad leichter fuhr. Aber das ist schließlich Geschmackssache. Dieter ließ es sich nicht nehmen auch einmal eine Runde mit meinem Rad zu drehen.
Als wir in Schloß Holte waren stellten wir unsere Räder im Hof des Schloßkruges ab und setzten uns in den Biergarten.
Gudrun und Dieter im Biergarten des Holter Schloßkrug
Uschi und Achim im Biergarten des Holter Schloßkrug
Nach einer knappen Stunde Pause radelten wir zurück nach Oerlinghausen. Es ging wieder auf Nebenstraßen quer durch Schloß Holte und Stukenbrock. Am Flugplatz Oerlinghausen setzten wir uns für eine nächste „Erfrischung“ in den Biergarten des „Check in“. Dieses Mal war es zwar nicht mehr so voll wie am 1. Mai, aber trotzdem war der Biergarten wieder sehr gut besucht.
Als wir uns von Dieter und Gudrun verabschiedeten sagten sie, dass ihnen die Tour sehr gut gefallen hätte und sie sich auf eine weitere Fahrt mit uns freuen.

Samstag, 21.05.2011
Als Achim mir sagte, dass er am Wochenende mit dem Fahrrad zum Steinhorster Becken fahren wollte setzte mein Herzschlag für einen Moment aus. Soooo eine weite Strecke? Oh je, ob ich das wohl schaffen würde? Ich hatte mir ein paar Tage vorher die Routen (er hatte 3 verschiedene ausgedruckt) angeschaut und gesehen, dass sie jeweils um die 50 km lang waren. Freitagmorgen fragte ich eine meiner Kolleginnen, die auch immer sehr gerne und viel Rad fährt, ob wir nicht zusammen zum Steinhorster Becken radeln wollen. Sie war etwas skeptisch, ob sie wohl, jetzt wo ich ja ein Pedelec hatte, mithalten könnte, denn inzwischen hatte auch sie körperlich einige Probleme bekommen. Ich sagte ihr, dass sie sich doch für einen Tag einmal ein Pedelec leihen könnte. Doch das wollte sie nicht.
Wir verblieben so, dass sie mir Freitagabend Bescheid geben würde, ob sie mitfahren. Auf eine gemeinsame Radtour freute ich mich. Leider sagte sie dann doch ab. Die Strecke war ihr doch etwas zu weit. Vor allen Dingen, da sie ein „stinknormales“ Rad hatte und ich bei meinem auf die Unterstützung zurückgreifen konnte, wenn es mir zu schwer würde.
Samstagmorgen war es noch etwas diesig, aber der Wetterbericht versprach, dass es im Laufe des Tages sonnig und warm werden würde.
Wir starteten um 11.00 Uhr und fuhren erst einmal am Segelflugplatz entlang, durch Stukenbrock und Schloß Holte und weiter quer ein. Ab und zu kamen uns auch mal ein paar Radfahrer entgegen, aber die meiste Zeit war weit und breit kein Mensch zu sehen. Die Strecke führte uns teilweise über geteerte, meistens jedoch über Straßen, die nicht asphaltiert waren. Einige Male ging es auch an Äckern vorbei und durch Wälder hindurch.
Als wir nach Hövelhof kamen machten wir kurz vor der Henkenmühle am Furlbach eine kleine Zigarettenpause.
Uschi auf einer Brücke über dem Furlbach
Der Furlbach an der Henkenmühle
Uschi auf einer Brücke über dem Furlbach
Blick auf die Henkenmühle
Sie wurde um 1700 erbaut und steht unter Denkmalschutz. In der Mühle wurde ursprünglich Hanf und Flachs im nassen Zustand geklopft, später dienten sie als Handels- und Schrotmühle. Nachdem das Mühlrad der Henkenmühle durch eine Turbine ersetzt wurde, wird heute dort Strom erzeugt. 
Nach ca. 15 Minuten fragte Achim:„Bist du soweit? Wollen wir weiterfahren?“
„Ja. Lass und weiterfahren.“
Ich setzte mich aufs Rad und fuhr an der Mühle vorbei, bog nach rechts in den Weg ein und radelte bis zur …. Straße. Als ich mich umschaute war von Achim weit und breit nichts zu sehen. „Verdammt. Wo ist denn Achim abgeblieben? Ist er etwa nach links abgebogen und lässt mich, weil ich einfach vorgefahren bin, jetzt in die falsche Richtung fahren?“ ging es mir durch den Kopf.
Ich drehte um und radelte die Strecke bis zur Mühle zurück. Dann sah ich ihn. Er stand dort seelenruhig und fotografierte die alte Wassermühle.
Schild an der Henkenmühle
Schild an der Henkenmühle
Die Henkenmühle am Furlbach in Hövelhof
Die Henkenmühle am Furlbach in Hövelhof
Die Henkenmühle am Furlbach in Hövelhof
Die Henkenmühle am Furlbach in Hövelhof
„Mein Gott, Schatz, hast du mir einen Schreck eingejagt! Ich war schon hinten an der Straße, als ich merkte, dass du mir nicht folgtest.“
Achim antwortete: „Ich habe dir doch hinterher gerufen, dass ich noch ein paar Fotos machen möchte. Aber du bist einfach losgefahren.“
Gemeinsam radelten wir weiter bis wir in Steinhorst ankamen. Steinhorst ist der nördlichste und mit einer Fläche von acht Quadratkilometern der zweitkleinste Stadtteil Delbrücks. Mit 775 Einwohnern ist Steinhorst von der Einwohnerzahl her der kleinste (aber feinste) Stadtteil Delbrücks.
Der Name Steinhorst soll entstanden sein, weil es in dieser Gegend ursprünglich viele Findlinge, Feuersteine (Stein) und dichten Wald (Horst) gab.
Inzwischen war es schon 13.30 Uhr und wir hatten Hunger. Wir setzten uns in den Biergarten vom Gasthof Steinhorster Krug, bestellten uns ein Weißbier und fragten nach der Karte. Leider bekamen wir dort nichts zu essen.
Uschi im Biergarten des Steinhorster Krug
Achim fragte die Bedienung wo wir hier zu Mittag essen könnten und bekam zur Antwort: „Versuchen Sie es mal im Cafe Brinkmeier. Aber ob sie dort jetzt noch etwas Warmes bekommen kann ich nicht sagen.“ Nachdem wir unser Bier ausgetrunken hatten setzten wir uns aufs Rad und fuhren weiter. Schon nach wenigen Metern kamen wir zum Bauernhof-Cafe Brinkmeier. Der Biergarten war gut besucht, aber wir bekamen noch ein sonniges Plätzchen. Inzwischen war die Sonne durchgekommen und brannte mir auf den Kopf, so dass ich leichte Kopfschmerzen verspürte.
Schild am Cafe Brinkmeier, Steinhorster Becken
Schild am Cafe Brinkmeier, Steinhorster Becken
Uschi im Biergarten des Cafe Brinkmeier
Biergarten des Cafe Brinkmeier
Uschi im Biergarten des Cafe Brinkmeier
Ein Star mit einer fetten Raupe im Schnabel auf dem Dach des Cafe Brinkmeier
Nach dem Essen fühlte ich mich ein wenig erschöpft. Am liebsten hätte ich mich irgendwo hingelegt und ein wenig geschlafen. Aber dann wäre ich sicher erst nach Stunden wieder wach geworden. Also blieb mir nichts anderes übrig als weiterzufahren.
Bis zum Steinhorster Becken waren es auch nur noch wenige Meter.
Das Naturschutzgebiet „Steinhorster Becken“ liegt im Delbrücker Land. 1992 wurde das künstlich geschaffene Biotop von der Bezirksregierung Detmold als Schutzgebiet ausgewiesen. Das 82,7 ha große Gebiet besteht hauptsächlich aus Wasserflächen und hat sich im Laufe weniger Jahre zu einem Reservat für Wasservögel entwickelt. Es dient ihnen als Mauser- und Rastplatz, wo sie auch viele Nahrung finden.  Für durchziehende Vogelarten bietet es hier eine Gelegenheit zum Überwintern.  Im Winter sind Graureiher, Gänsesäger, Kormorane und auch Schwimm- und Tauchenten anzutreffen, im Frühjahr Fischadler, Schwarzstörche und Wanderfalken. Wenn die Kraniche aus dem Süden zurückkehren legen sie am Steinhorster Becken eine Pause ein bevor es weitergeht.
In dem feuchten Biotop sind auch viele Frösche und Libellen heimisch.
Das gesamte Naturschutzgebiet ist durch einen 1,80 m tiefen und 20 m breiten Ringgraben umgeben. Mitten durch das Steinhorster Becken fließt die Ems.
Uschi an der Hinweistafel Steinhorster Becken
Blick auf das Steinhorster Becken
Blick auf das Steinhorster Becken
Blick auf das Steinhorster Becken
Blick auf das Steinhorster Becken
Auf dem Spazierweg kamen uns viele Radfahrer und auch Fußgänger entgegen. Bei dem schönen Wetter hatte ich das auch erwartet. Als wir vor einigen Jahren dort waren sahen wir sehr viele Gänse auf dem Wasser. Leider waren sie dieses Mal nicht da. Aber einige Fischreiher fielen uns auf. Einer stand ganz in der Nähe, doch als Achim sich ihm näherte um ein Foto zu machen flog er leider weg.
Uschi schaut über das Steinhorster Becken
Blick auf das Steinhorster Becken
Blüten am Steinhorster Becken
Blick auf das Steinhorster Becken
Vom Steinhorster Becken führte uns die Strecke quer durch Felder und Wälder. Manchmal glaubte ich, dass wir nicht auf dem Weg nach Schloß Holte seien, aber Achim beruhigte mich: „Das ist schon richtig. Wenn wir uns verfahren meldet sich mein Smartphone. Dann ertönt ein Alarmzeichen.“
Na, dann konnte ich ja beruhigt sein. Ich hoffte nur, dass der GPS-Empfang nicht unterwegs gestört war. Ohne dem hätte ich nicht gewusst wohin ich fahren sollte.
Kornblumen am Wegesrand, im Hintergrund Achims Tourenrad
Kapelle am Kapellenweg in der Nähe von Kaunitz
Einmal zeigte uns das Navi, dass wir nach rechts abbiegen mussten. Also fuhren wir auf den Weg. Doch schon nach einigen Metern ging es nicht mehr weiter. Der Privatweg, um den es sich wohl gehandelt hatte, war versperrt!

Hier ging es nicht weiter. Der "Grundweg" war versperrt.

Also mussten wir umdrehen und uns eine andere Strecke suchen. Da half uns wieder einmal unser Smart- bzw. I-Phone mit den installierten Karten.
Uschi vor einer Hinweistafel vom Europa Radweg R1
Hinweistafel vom Europa Radweg R1 - Teilstrecke Westfalen / Lippe
„Wollen wir gleich im Holter Schloßkrug eine Pause machen? Oder willst du durchfahren?“ fragte Achim.
Was für eine Frage! Natürlich wollte ich eine Pause machen. Schließlich hatte ich nicht vor den ganzen Rückweg durchzustrampeln.
Wir radelten durch den Holter Wald entlang des Ölbachs vorbei am Mühlcafe, der 1000-jährigen Eiche und des Holter Schloßes.
Mühlcafe im Holter Wald - Schloß Holte-Stukenbrock
Fahrt durch den Holter Wald  - Schloß Holte-Stukenbrock
Oelbach im Holter Wald  - Schloss Holte-Stukenbrock
Tausendjährige Eiche - Schloß Holte-Stukenbrock
Das Holter Schloß mit Schloßgraben

Um meine Müdigkeit etwas in den Griff zu bekommen bestellte ich mir im Holter Schloßkrug statt des üblichen Hefeweizen eine Tasse Capuccino. Mann, tat das gut! Er weckte tatsächlich meine Lebensgeister wieder auf. Und so konnten wir nach einer halben Stunde die nächste Etappe ansteuern.Als wir am Bokelfenner Krug ankamen war der Biergarten wie erwartet rappelvoll. Da mehrere Tische reserviert waren setzten wir uns zu einem Pärchen an den Tisch. Plötzlich kamen immer mehr Gäste an. Sie gehörten zu einer Geburtstagsfeier. Eigentlich war für sie der Saal reserviert, aber bei dem schönen Wetter wollten fast alle lieber draußen sitzen. Der Ehemann des Geburtstagskindes ging von Tisch zu Tisch und fragte ob der Stuhl frei sei. Man musste höllisch aufpassen, da er einem nicht den Stuhl unter dem Hintern wegnahm! Bald sahen alle anderen Tische richtig verweist aus und mit der Ruhe im Biergarten war es auch vorbei. Erst als die Geburtstagsgäste sich zum Essen in den Saal verzogen wurde es draußen etwas leiser.
Nachdem wir gegessen hatten fuhren wir auch alsbald oberhalb des Flugplatzes nach Hause. Eigentlich wollte ich mir im Fernsehen das Pokalendspiel Duisburg gegen Schalke ansehen. Aber ich war so platt, dass ich mich sogleich aufs Sofa legte und auch sofort einschlief!

 

Oerlinghausen - Steinhorster Becken 2011-05-21 bei EveryTrail

 

Info:
Am 30.04.2011 wurde der Radweg zum Steinhorster Becken von Bürgermeister Werner Peitz und dem Regionalleiter Sauerland -Hochstift des Landesbetrieb Straßen NRW Herrn Thomas Rensing eröffnet.
Mehr als 100 Steinhorster kamen zur Eröffnung und nahmen an der Jungfernfahrt mit dem Radel vom Steinhorster Becken zum Dorfplatz teil, um anschließend beim Aufstellen des Maibaums dabei zu sein. Der Vorstand des Heimatvereins bedankt sich für die rege Teilnahme und hofft, dass im nächsten Jahr ein weiterer Radweg in Steinhorst eröffnet werden kann.
Bei dieser Gelegenheit wurde die Broschüre "Radfahren und Wandern in Steinhorst, -Blickpunkte-Informationen-Gastronomie" vorgestellt . In erster Auflage wurden 5.000 Exemplare aufgelegt. Die Broschüre liegt an vielen Stellen in Delbrück, Hövelhof und Rietberg kostenlos aus.

Oerlinghausen, den 24.05.2011