Navileiste4ÄgyptenreisePeugeot 206CC 207CC 307SWAsienreiseAngelerlebnisse

 Copyright 2001-2011
 by
Achim Kluck

Besucherzähler

Uschis Angelberichte und mehr...

Hieroglyphen

Der Stein von Rossetta – Anfang der Ägyptologie

Der Fund des Rosettasteins, oder Stein von Rossetta, bedeutete einen Meilenstein für die Ägyptologie. Dieser Stein wurde 1799 bei Rossetta im Niltal von dem französischen Offizier Pierre Francois Xavier Bouchard (1772 – 1832) im Gefolge Napoleons gefunden. Demotische Schrift Die Vorderseite des Steins zeigt drei verschiedene Schriften, ägyptische Hieroglyphen, demotisch und griechisch. Da das Griechische und Demotische bekannt war, erkannte man schnell, daß in beiden Sprachen derselbe Text stand. So wurde vermutet, daß auch der in Hieroglyphen geschriebene Text den gleichen Inhalt haben müßte. Die Suche nach Hinweisen zur Stein von RossettaEntschlüsselung der Hieroglyphen konnte beginnen.

Ein Name, der immer in diesem Zusammenhang fällt, ist Jean Francois Champollion. Ihm gelang es 1822 die Hieroglyphen zu entschlüsseln. Sein Ansatz waren die Kartuschen, die wie ovale Ringe aussehen. Er überlegte sich, daß nur die im griechischen Text erwähnten Königsnamen Ptolemaios und Kleopatra so bedeutungsvoll sein könnten, daß sie eine solche Hervorhebung verdient hätten. Dies setzte allerdings voraus, daß es sich nicht – wie bisher angenommen – bei den Hieroglyphen um eine Art Bilderschrift handelt, sondern das einzelne Zeichen auch für Buchstaben stehen können.

Hieroglyphen Entwicklung 

Champollion stieß beim Vergleich der beiden Kartuschen tatsächlich auf eine Gemeinsamkeit, nämlich auf die Zeichen für die Konsonanten p, t und l, die  in beiden Namen vorkamen. Der Schlüssel zur Entzifferung war somit gefunden. Bei weiteren Forschungen am Tempel von Abu Simbel stieß er auf eine Kartusche, die noch nicht entschlüsselt war. Er ging davon aus, daß es sich auch hierbei um einen Schreibpalette mit Echnatons NamenKönigsnamen handelte. Durch Vergleiche mit den Kartuschen Kleopatras und Ptolemais konnte er diese neue Kartusche als die des Ramses entziffern. Von diesem Tag an war es nur noch eine Frage der Zeit, bis auch die restlichen Hieroglyphen entziffert werden konnten. Heute kennt man ca. 6000 verschiedene Zeichen, von denen allerdings immer nur ca. 700 während einer Epoche benutzt wurden, davon 250 häufig.

 
Grundlagen der Hieroglyphenschrift

Eine Besonderheit der altägyptischen Schrift ist die Anordnung der Zeichen. Hier zählt nur eins: es muß schön aussehen. Auch die Schriftrichtung kann variieren, je nachdem, wie sie am besten aussieht. Zu erkennen ist die Schriftrichtung am einfachsten an den Tier- und Menschengestalten, die immer an den Anfang der Zeile blicken. Die Ägypter waren stets bemüht, die Zeichen so anzuordnen, daß sich gleichmäßige Quadrate ergeben und keine unschönen Lücken zwischen den Zeichen entstehen. Damit dies möglich war, konnte die Größe der einzelnen Zeichen verändert werden.

Auch wenn es so scheint – die hierogylphische Schrift ist nicht nur Genies vorbehalten, sie ist für jedermann erlernbar. Zunächst muß man hierfür das „Alphabet“ auswendig lernen, das aus 24 Zeichen besteht. Hier sei noch erwähnt, daß die Ägypter keine Vokale geschrieben haben, sondern nur die Konsonanten benutzt haben.

Entwicklung der Schrift Ägyptens
 

Das Wort "Hieroglyphen" ist griechischen Ursprungs und kommt von hieroglyphikòs grammata, was soviel wie "heilige Zeichen" bedeutet.
Die Hieroglyphen sind um 3000 v. Chr. entstanden. Für die Ägypter was der Gott Thot der Erfinder der Schrift, die die Ägypter "Mdw-ntr" - Gottesworte, nannten. Besteht unser Alphabet nur aus 26 Buchstaben, mussten die alten Ägypter an die 800 verschiedenen Zeichen im Kopf haben.

Die Entwicklung der Schrift

Als um ca. 3000 v. Chr. Ober- und Unterägypten vereinigt wurde kam es wohl zur Entwicklung der Hieroglyphen, denn um ein so großes Reich zu verwalten und Steuern und Gesetze zu erlassen brauchte man einfach die Schrift. Natürlich gebrauchte man die Hieroglyphen auch für die Inschriften auf Tempeln und Pyramiden und um die Taten des Pharao hervorzuheben.

Die Hieroglyphen waren zwar sehr schön anzusehen, aber sie hatten auch einen Nachteil: man konnte mit der Druckschrift einfach nicht schnell schreiben. Also entwickelte sich mit der Zeit eine Schreibschrift aus den Hieroglyphen, die sogenannte hieratische Schrift, die sich viel besser und schneller auf Papyrus schreiben ließ.
Die Hieroglyphen wurden weiterhin für öffentliche Inschriften benutzt. Götter wurden mit ihr gepriesen, Heldentaten der Pharaonen gelobt und besondere geschichtliche Ereignisse beschrieben – eben für alles, was die Zeit überdauern sollte. Die Hieroglyphen sehen natürlich auch viel schöner aus als die hieratische Schrift, so dass auch persönliche Gegenstände wie Schmuck mit Hieroglyphen verziert wurden.

Etwa im 7. Jh. v. Chr. wurde die hieratische Schrift noch weiter vereinfacht und verkürzt. Es entstand die demotische Schrift, die immer mehr zur Alltagsschrift wurde. Die hieratische Schrift verwendete man aber weiterhin hauptsächlich für religiöse Texte auf Papyrus. Daher kommen auch die beiden griechischen Namen. „demotisch“ heißt soviel wie Volksschrift und „hieratisch“ kann man mit Priesterschrift übersetzen.

Entwicklung der Schrift nach H. Grapow

Fast 3500 Jahre gebrauchte man die Hieroglyphenschrift. Im 1. Jh. n. Chr. wurde Ägypten von Missionaren heimgesucht, die mit ihrem christlichen Glauben schnell Gehör fanden. Die Religion hat sich bis in die heutige arabische Zeit durchgesetzt. Wir nennen diese Religionsgemeinschaft "Kopten", aus dem arabischen "Kibt" von "Aigyptios" abgeleitet. Aber zurück zur Geschichte: Anfang des 4 Jh. war fast ganz Ägypten bekehrt und man verfemte die alte heidnische Kultur mit ihren Gebräuchen und ihrer Schrift. Mit dem Christentum führte man die griechische Schrift ein und ergänzte einige ägyptische Zeichen für im griechischen nicht vorkommende Laute. Auch heute noch wird diese Schrift als Liturgiesprache in koptischen Kirchen benutzt.

In der Schreibschule

Ein Traumberuf

Schreiben konnte im alten Ägypten wahrscheinlich nur ein kleiner Teil der Bevölkerung. Die Ausbildung dauerte sehr lange und war deshalb nur Kindern der Oberschicht vorbehalten, die nicht ihren Eltern auf dem Feld oder bei anderen Arbeiten helfen mussten.
Schreiber zu werden war früher anscheinend ein Traumberuf für alle Kinder, denn Schreiber waren sehr hoch angesehen und ohne Schreibfähigkeiten hatte man kaum Möglichkeiten auf der Karriereleiter ganz nach oben zu steigen.
Mit einer guten Schulbildung konnte man z.B. Priester oder Beamter werden. Auch Handwerker, die Tempel und Gräber bauten, sollten möglichst des Schreibens mächtig sein. Natürlich musste auch der Nachfolger des Pharao auf die Schreibschule, denn ohne lesen und schreiben zu können lässt es sich schlecht regieren.
Meistens gingen nur die Jungen zwischen 5 und 10 Jahren zur Schule, aber es gibt auch Zeugnisse die belegen, dass Mädchen ebenfalls die Schule besuchen durften. Generell durften wohl Kinder aus allen Bevölkerungsschichten zur Schule gehen, aber Kinder aus ärmeren Verhältnissen mussten ihren Eltern zur Hand gehen und hatten später eh kaum Chancen einen hoch anerkannten Beruf zu ergreifen.

Wo fand der Unterricht statt?

Der Unterricht fand in Verwaltungsgebäuden und Tempelschulen, die im "Haus des Lebens" untergebracht waren, statt. Lehrer waren meistens staatliche Beamte. Kinder hoher Würdenträger und des Pharao wurden auch im Palast unterrichtet. Die meisten Schüler kamen aus der naheliegenden Umgebung. Reiche Eltern ließen ihre Kinder auch auf weit entfernte Schulen gehen, damit sie die beste Ausbildung genießen konnten.

Der Unterricht

In der Schule ging es anscheinend sehr streng zu. Zu spät kommen und Versäumnisse wurden oft mit Schlägen bestraft. Eine Schrift belehrt uns, dass ein Knabe das Ohr auf dem Rücken haben sollte, um während der Schläge zuzuhören.
In der Schule wurden auf kleinen Tonscherben, die Ostrakas genannt werden, geschrieben. Papyrus war viel zu wertvoll für Schreibübungen. Erst wenn die Schüler schon recht gut schreiben konnten, durften sie Papyrus benutzen. Geübt wurde durch Abschreiben und Auswendiglernen von alten Texten, Wertvorstellungen und Ratschlägen der damaligen Zeit. Moral und Fleiß waren wohl die am liebsten gesehenen Eigenschaften eines Schülers. In den Lehrtexten wurden auch alle Vorzüge des Schreibers aufgezählt und andere Berufe gnadenlos niedergemacht.
 
Hieroglyphe "Untericht"

Bevor man anfing zu schreiben setzte man sich in den Schneidersitz und legte seine Schreibutensilien auf dem gestrafften Schurz. Dann verspritzte man mit seinem Wasserschälchen ein paar Tropfen zu Ehren des Schreibergottes Thot. Im Wasserschälchen selbst rührte man die trockenen Farben zum Schreiben an. Benutzt wurde schwarze Tinte aus Ruß und rote aus Ocker oder Hämatit. Letztere gebrauchte man um etwas besonders hervorzuheben, wie z.B. Überschriften oder Kapitelanfänge, aber auch um etwas zu korrigieren, wie es auch heute noch gemacht wird. Aufgetragen wurde die Tinte mit einer dünnen Binse, die der Schreiber hinter das Ohr steckte. Ein Ende der Binse wurde immer angekaut aufgefunden. Ob man damit schrieb oder ob das einfach nur eine schlechte Angewohnheit gewesen ist, kann man heute nicht mehr nachvollziehen.

Schreibpalette mit Echnatons Namen

Schreibpalette mit Echnatons Namen
Auf dem oberen Bereich befindet sich die Kartusche mit dem Thronnamen Echnatons: Der vortreffliche Gott, vollkommen sind die Gestalten des Re, er lebe, Einziger des Re, geliebt von Aton.
An den Seiten befinden sich Gebete des Besitzers dieser Palette (eines Tempelschreibers, dessen Namen später ausgeschnitten wurde) an die Götter Thot (Schreibergott) und Ptah (Schutzgott der Handwerker und Künstler).
Links sind zwei Einbuchtungen für die rote und schwarze Tinte.
Reichsmuseum Leiden

Die Zeichen für die Mitlaute (Konsonanten)

Wie schon gesagt, es gibt keine eigenen Zeichen für Selbstlaute (Vokale):


b


b


tsch
(schwach)


tsch
(schwach)


tsch
(stark)


tsch
(stark)


ch


ch


ch


f


g


h


j


j


j
(Ende)


k
(schwach)


k
(stark)


k
(stark)


m


m


m
teils n


n


n
teils l


p
(stark)


p
(stark)


r


r
teils l


s
(stimmlos)


s
(stimmlos)


s
(stimmlos)


s
(stimmlos)


sch


sch


t
(schwach)


t
(schwach)


t
(stark)


t
(stark)


t
(stark)


w


w
(Anfang)


w
(Anfang)


H
(stimmlos)


H
(stimmlos)


H
(stimmhaft)


H
(stimmhaft)

 

Zeichen für zwei Mitlaute (Zweikonsonantenzeichen)

Da die Vokale weggelassen werden, stehen in einem Hieroglyphen-Wort nur Konsonanten. Die alten Ägypter hatten nun auch Zeichen für zwei nebeneinander stehende Konsonanten, egal ob man da nun ein "a", "e", "i" oder "u" oder auch nichts dazwischen aussprechen musste.


w-n


ch-n


g-m


h-m


h-n


h-s


h-t


j-b


k-m


k-t


m-h


m-n


m-s


n-b


n-w


p-h


p-r


s-n


sch-n


sch-p


sch-t


w-t


H-k

 

 

 

 

 

Zeichen für gebräuchliche Wörter

Manche Wörter tauchen in Sätzen immer wieder auf, so dass es sich lohnte, für diese Wörter nur ein einziges Zeichen zu nehmen. Hier ein paar Beispiele:


männliche
Person


weibliche
Person


Kind


Tier


Körper-
teil


Stoff,
Kleidung


männliche
Gottheit


weibliche
Gottheit


Baum


kleinere
Pflanze


Teil aus Holz


Teil aus Stein


Gebäude


Siedlung


Land,
Boden


Entfer-
nung


Zeit,
Licht


Wärme 


flüssig


winzig


Sehen


Bewegen


Bein, Gehen


Rufen,
Beißen

 

Das Zahlensystem der Ägypter

Das Zahlensystem der Ägypter war relativ einfach. Für Einer, Zehner, Hunderter gab es ein bestimmtes Zeichen.So mußte man einfach nur noch die jeweiligen Zeichen zählen und zusammenrechnen.

 

Zehn

Hundert

Tausend

Hunderttausend

1 Million

 

Mein Name in Hieroglyphen (Ursula)

 

U

R 

S

U

L

A

Letzter Buchstabe

 

 

Seitenanfang